Gesund

in der Region

Conny Trumann (Bezzel), Toni Lauerer privat, , Stock-Asso/Shutterstock

 

GESUNDHEIT - WELLNESS - LIFESTYLE

Auf einem guten Weg - mit geraden Beinen

 

 

Wir erinnern uns: Bo’s Start in das irdische Leben war alles andere als toll. Mit krummen Vorderbeinen, die das Laufen extrem schwer machten, wurde Bo vermutlich von fragwürdigen Züchtern in Rumänien mit seiner Schwester in der Nähe einer Auffangstation des Tierschutzes ausgesetzt.

Dieser Shelter arbeitet u.a. intensiv mit dem Tierschutzverein Schnuppernase von Dr. Patzak in Sinzing zusammen, wo man sich sofort darum kümmerte, dass Bo schnellstmöglichst nach Bayern kommen konnte. Hilfe da, wo es sinnvoll ist – eine Operation kann das Hundeleben Bo’s weitgehend normalisieren.

 

 

Unterstützt wurde das Vorhaben durch Sie, liebe Leser und Ihre Spenden zum Beispiel bei einer Aktion zum letzten ausgefallenen Weihnachtsmarkt in Deuerling. Eine weitere Spende der Chefin bei GESUND in der Region, Claudia Koisegg und die eines anonymen großherzigen Spenders machte ein schnelles Handeln möglich und so konnte Bo im Frühjahr von Dr. Gutbrod in der renommierten Tierklinik im Hafen in Nürnberg zur Versteifung des ersten Vorderbeines/Karpalgelenk ein Metallimplantat eingesetzt werden. Da eigenes Knochenmaterial bessere Heilerfolge erzielen kann, wurde anstelle eines zweiten Metallimplantates Knochenmaterial aus der Schulter entnommen und als Übergang zum Gelenk eingesetzt. Eine gute Strategie, wie sich später noch zeigen sollte. Zur Stabilisierung trug Bo nach der Operation zunächst eine Schiene, dann eine Bandage und musste die ersten Wochen natürlich geschont werden, was bei einem so jungen Hund schon eine Herausforderung ist.

 

Die Heilung verlief zunächst sehr gut. Mitte Mai jedoch zeigte ein Anschwellen des Beines eine Abstoßreaktion des Implantates, eine verhältnismäßig häufige Komplikation. So zeigte sich Dr. Gutbrod nicht sehr überrascht und ermöglichte einen schnellen Termin zur Nachoperation.

Die gute Nachricht:

 

Beim Entfernen der Platte zeigte sich, dass der Knochen bereits stark genug war und ein weiteres Implantat an diesem Bein nicht mehr notwendig ist. Da Bo das operierte Bein bereits viel besser belasten kann, hat sich auch das zweite noch nicht operierte Vorderbein deutlich verbessert, der Fuß hat sich gestreckt und gehoben. Was für ein Erfolg schon nach der ersten OP! Der Eingriff am zweiten Vorderbein ist geplant und die Fachleute sind guter Dinge, dass Bo alles gut überstehen wird. Mit etwas Glück wird Bo schon in naher Zukunft auf geraden Beinen durch sein neues Hundeleben gehen und endlich mit seinen Artgenossen richtig toll spielen können, wie er es schon immer wollte. Diese Geschichte ist ein Beispiel dafür, was wir Menschen doch auch für unsere vierbeinigen Mitbewohner auf dieser Erde machen können. Schon mit geringsten Spenden hilft man bei „Schnuppernase e.V.“  immer an der richtigen Stelle. Dr. Patzak und ihr Team um die zweite Vorsitzende Sabine Feldmeier opfern den Großteil ihrer Freizeit, um zum Beispiel mit Kastrationen bei Straßentieren auch im europäischen Ausland sinnvollen Tierschutz zu leisten. Für viele dieser Hunde gibt es über die Vermittlung hier dann ein endgültiges Happy End! Wie es mit Bo weitergeht, erfahren Sie in der Herbst-/Winterausgabe von GESUND in der Region, ab 30. November überall da, wo sich Menschen treffen.

 

Mehr Infos und Hunde, die sich ein neues Zuhause wünschen gibts auf www.Schnuppernase.org

 

 

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