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Conny Trumann (Bezzel), Toni Lauerer privat, , Stock-Asso/Shutterstock

 

GESUNDHEIT - WELLNESS - LIFESTYLE

Industrielle Tierhaltung fördert das Risiko resistenter Bakterien

 

ES GEHT AUCH ANDERS

 

Wenn eine zu hohe Zahl von Nutztieren auf zu wenig Raum gehalten wird, ist das nur unter Einsatz großer Mengen von Antibiotika möglich. Dadurch wiederum können antibiotikaresistente Keime entstehen, die dann durch den Verzehr von Lebensmitteln auf Fleisch oder auch in Milch in den menschlichen Körper gelangen.

Das Risiko, resistente Bakterien mitzukaufen, scheint für Verbraucher*innen hoch. Auf 88 Prozent der bei Discountern gekauften Putenfleisch-Proben hat der BUND bei einer Testreihe antibiotikaresistente Keime gefunden. Laboruntersuchungen der Fleisch-Stichproben von Aldi, Lidl, Netto, Penny und Real wiesen sowohl MRSA-Keime als auch ESBL-bildende Keime nach.

 

Weniger

Massentierhaltung,

weniger Antibiotika

 

Je weniger Tiere in einem Stall sind, desto weniger Tiere müssen auch behandelt werden, wenn ein Tier Symptome zeigt. Auch die Art der Nutztierhaltung spielt natürlich eine Rolle. Tiere, die regelmäßig Weidegang haben, weisen ein besseres Immunsystem auf und sind somit weniger empfänglich für Infektionskrankheiten. Hoffnung machen positive Beispiele von artgerechter Tierhaltung.

 

 

Die Kneißls pflegen ein gutes Verhältnis zu ihren „Lieferanten“. Die Hofmolkerei Kneißl, in Rengersricht im Markt Pyrbaum ist ein Familienbetrieb mit langer Tradition. „Artgerechte Tierhaltung ist uns sehr wichtig“, betont Michael Kneißl. „Wir haben schon in unserem alten Stall, das war 1994, keine Anbindehaltung mehr gehabt.“  Sehr viel Geld hat dann 2013 der Bau eines Freilaufstalls gekostet und seitdem leben dort 75 Milchkühe, denen es richtig gut geht. Sie bewegen sich frei und entscheiden z.B. auch selber, wenn sie zum Futterplatz gehen wollen. In diesem Vorzeigestall der Hofmolkerei gibt es außer viel Freiheit und Auslauf sogar  einen großen  Strohbereich  für  Kälber  und  ihre Mütter.

Jeder, dem das Tierwohl am Herzen liegt, kann solche positiven Bestrebungen in der Tierhaltung ganz einfach mit dem Kauf entsprechender Produkte unterstützen. Die Kneißls beliefern u.a. auch den REWE-Supermarkt in Nittendorf und da gibt’s den leckeren Joghurt auch in besonderen Varianten wie Zitronenkuchen oder Bircher Müsli.

Lecker und von glücklichen Kühen!

 

 

 

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