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Olga Vorobeva - AdobeStock; Titelfoto: Panta Managment GmbH; bohlen-eventim presse

 

GESUNDHEIT - WELLNESS - LIFESTYLE

Sie bekommen leicht Erkältungen?

Schon bei Temperaturen unter 20 Grad frieren Sie?

Da helfen vielleicht heiße Tipps für die kalten Tage aus Bayerns jüngstem Kneipp-Heilbad.

 

Der Booster für die Abwehr

 

Bad Kötzting ist Bayerns jüngstes Kneipp-Heilbad. Dort kennt man sich aus mit der Lehre des Gesundheits-Pfarrers und Bettina Pritzl ist die Kneipp-Spezialistin schlechthin. Weil sie an sich selbst regelmäßig Anwendungen aus der kneippschen Lehre nutzt, kann sie gar nicht mehr so genau sagen, wann sie das letzte Mal erkältet war. Aber Kneipp im Winter? Eine Horrorvorstellung für jeden, der Kneipp nur mit kaltem Wasser verbindet. Dabei hat Sebastian Kneipp auch viele wohltuende und wärmende Anwendungen in seiner „Toolbox“.

 

„In der kalten Jahreszeit ist es besonders wichtig, ein trainiertes Immunsystem und eine intakte Thermoregulation zu haben“, so Bettina Pritzl. Frieren Sie leicht, sollten Sie gerade jetzt ihr Kälte- und Wärmeempfinden trainieren! „Das geht hervorragend mit wechselwarmen Wasseranwendungen“, erklärt die Kneipp- und Gesundheitstrainerin. Im Sinocur Präventionszentrum in Bad Kötzting gibt sie regelmäßig Kurse.

 

„Der Körper wird erst durch ein warmes Teilbad oder einen warmen Guss ausgiebig durchwärmt und dann kurz mit kaltem Wasser abgekühlt. Der Vorgang wird einmal wiederholt, aber schon nach dem ersten Durchgang verspürt man wohlige Wärme, die den Körper durchzieht und es kribbelt angenehm. Mit dem wechselwarmen Fuß- oder Armbad wird neben der Durchwärmung auf einfachste Art gleich auch unser Immunsystem trainiert!“

 

Wer glaubt, dass solch ein Bad mit großem Aufwand verbunden ist, darf staunen: 2 (Putz-)Eimer, ein Badethermometer und ein Wasserhahn genügen und mit einem ätherischen Öl im warmen Badewasser können zusätzliche Effekte erzielt werden. Fichten-, Eukalyptus- oder Thymianöl wirken befreiend und sekretlösend, Lavendelöl hilft beim Einschlafen und Rosmarinöl unterstützt z. B. den Kreislauf.

 

Erste Anzeichen von Erkältung

 

Kalte Füße, Triefnase, Halskratzen sind im Winter keine Seltenheit. Eine Erkältung kündigt sich an. Das ist genau der richtige Zeitpunkt, um die Probleme mit einem temperaturansteigenden Fußbad gleich im Keim zu ersticken.  20 Minuten lang wird das anfangs lauwarme Wasser im Eimer kontinuierlich mit warmem Wasser ergänzt. Diese Temperatursteigerung wirkt sich unmittelbar auf die Körpertemperatur aus. Wohlige Wärme breitet sich aus, die Durchblutung wird angeregt, auch die der Schleimhäute im Nasen-Rachen-Raum und deren Durchfeuchtung, ein wichtiger Effekt und eine gute Vorbeugung jetzt in der kalten und oft trockenen Luft! Ganz nebenbei ist diese Art des Fußbades am Abend ein hervorragendes Schlafmittel und bald schon haben Wärmflaschen ausgedient!

 

 

Infos zu Kursen für Gesundheit, Wellness und einen gesunden Lebensstil finden Sie auf

www.sinocur.de

 

2 Kneipp-Anwendungen für Zuhause

 

von Kneipp- und Gesundheitstrainerin Bettina Pritzl

 

 

Wechselwarmes Fußbad

 

Zwei Gefäße/Eimer in der Bade- oder Duschwanne aufstellen und eine sichere und bequeme Sitzgelegenheit schaffen. Gefäß 1 ca. mit 30 cm, 36–38 °C warmen Wasser füllen (evtl. auch mit Aromazusätzen). Gefäß 2 ebenso mit leitungskaltem Wasser füllen. Die Füße erst bis 5 Minuten ins warme Wasser tauchen, dann für 10 – 15 Sekunden ins kalte Wasser wechseln, einmal wiederholen. Das Wasser nur abstreifen, nur die Fußsohlen werden abgetrocknet. Ziehen Sie Strümpfe an – die Füße sollen nicht mehr mit dem kalten Boden in Berührung kommen.

 

Temperaturansteigendes Fußbad

 

Gefäß/Eimer in Bade- oder Duschwanne stellen und eine sichere und bequeme Sitzgelegenheit schaffen. Das Gefäß mit hautwarmen, etwa knöchelhohem Wasser füllen. Füße eintauchen und warmes Wasser regelmäßig zufließen lassen und dabei die Temperatur innerhalb von 15–20 Minuten bis 39 °C, evtl. auch 40–42 °C steigern. Bitte mit Badethermometer überprüfen. Abtrocknen, danach 15–30 Minuten Bettruhe oder zum Schlafen im Bett bleiben.

 

 

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