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Olga Vorobeva - AdobeStock; Titelfoto: Panta Managment GmbH; bohlen-eventim presse

 

GESUNDHEIT - WELLNESS - LIFESTYLE

erst prüfen, dann zahlen

– So sparen Mieter!

 

 

Fast jede

2. Nebenkostenabrechnung fehlerhaft

 

 

„Fast die Hälfte aller Nebenkostenabrechnungen ist fehlerhaft!“ Diese Information von Dieter Schmid, Rechtsanwalt in Hemau und Lehrbeauftragter für Recht, lässt aufhorchen. „Das führt oft dazu, dass Mieter zu viel Geld überweisen“, so Schmid weiter. „Und in Zeiten von explodierenden Energiepreisen kommen hier je nach Größe der Wohnung ohne Weiteres mehrere hundert Euro zusammen.“

 

 

Das Erstellen einer Nebenkostenabrechnung ist eine komplexe und umfangreiche Aufgabe, bei der der Vermieter viele formale Kriterien einhalten muss. Die Belege für den Abrechnungszeitraum müssen komplett vorhanden sein und die Kosten dann gerecht und gleichmäßig auf die Wohnungen im Haus umgelegt werden. Dabei können dem Vermieter, auch unbeabsichtigt, leicht Fehler unterlaufen.

 

Welche Kosten vom Vermieter dann als Betriebskosten umgelegt werden dürfen, bestimmt sich in erster Linie nach der Regelung im Mietvertrag. Besondere Regelungen hier gehen vor allgemeinen gesetzlichen Bestimmungen. Das kann z. B. der Fall sein, wenn nur einzelne Betriebskostenpositionen aufgeführt worden sind oder wenn einzelne Betriebskostenpositionen gestrichen wurden.

Bei den individuellen Heiz- und Warmwasserkosten gibt es die Besonderheit, dass diese in den allermeisten Fällen nach den besonderen Vorgaben der Heizkostenverordnung abgerechnet werden müssen. In der Regel gibt es daher gesonderte Heizkostenabrechnungen, die den Anforderungen der Heizkostenverordnung  gerecht werden sollen.

 

Kosten, die im Mietvertrag nicht vereinbart worden sind, dürfen vom Vermieter nicht umgelegt werden. Dies gilt insbesondere im Hinblick auf die sonstigen Betriebskosten. Hier ist es erforderlich, dass diese in jedem Fall einzeln im Mietvertrag aufgeführt werden.

Auch Kosten, die nicht „laufend“ entstehen, sind nicht umlagefähig. Dies gilt z. B. für eine einmalige Ungezieferbekämpfung.

Man merkt schon: Die Prüfung einer Nebenkostenabrechnung ist mindestens genauso kompliziert wie ihre Erstellung. Damit Mieter nicht tagelang und genervt über einer Prüfung sitzen müssen, aber auch keine Fehler unentdeckt bleiben, lohnt es sich, einen Fachmann hinzuzuziehen, der die Abrechnung auf ihre Richtigkeit prüft. Findet Ihr Anwalt unter Umständen einen oder mehrere Fehler, muss die Abrechnung neu erstellt werden. Im besten Fall müssen Mieter dann weniger nachzahlen oder bekommen zu viel bezahltes Geld zurück. So rentiert sich der Gang zum Fachmann in vielen Fällen!

 

Für die Prüfung der Nebenkostenabrechnung haben Mieter zwölf Monate nach Erhalt der Abrechnung Zeit. Wurde vom Vermieter eine zumindest formell korrekte Abrechnung erstellt und weist diese eine Nachzahlungsforderung aus, sind diese Kosten aber erst einmal innerhalb von vier Wochen zum Ausgleich zu bringen.

 

 

Bequem und sicher: Lassen Sie die Nebenkostenabrechnung prüfen, wenn Sie nicht sicher sind, ob diese auch wirklich korrekt ist.

 

Rechtsanwaltskanzlei SCHMID

Gewerbering Ost 24, 93155 Hemau

Tel: 0 94 91 / 90 23 01   ▪  www.kanzlei-hemau.de

 

 

 

 

 

Rechtsanwalt Dieter Schmid

Seit 2018 auch Lehrbeauftragter für Recht.

 

 

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