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Pflege

am Limit

„Es ist bemerkenswert,  was hier geleistet wird!“

Etwa 1,8 Millionen pflegebedürftige Menschen werden hierzulande mit ca. 1,2 Millionen Mitarbeitenden in Pflegeberufen unterstützt.

Die Arbeitsbelastung hat pandemiebedingt weiter zugenommen.

 

„Auch ohne von einem Personal-Notstand zu sprechen, ist doch unumstritten, dass man in unserem Land dringend mehr Pflegepersonal bräuchte,“ sagt Pflegeberater Christian Sperlich aus Cham, der mit ca. 70 Mitarbeitern im Umkreis von 60 km von Roding bis Arnschwang und Tiefenbach bis Stallwang Patienten betreut. „Dies gilt für die stationäre Pflege genauso wie für ambulante Pflegedienste. Nicht jeder ist für einen Beruf im Bereich Pflege geeignet, was die Suche nach qualifizierten Mitarbeitern nicht leichter macht.“

 

Oft sorgt der Arbeitsalltag für große psychische und physische Belastungen. Und eine aktuelle ZQP-Studie (Zentrum für Qualität in der Pflege) untermauert nun, was anzunehmen war: Die Arbeitsbelastung des Pflegepersonals hat pandemiebedingt weiter zugenommen. 40 Prozent der Befragten aus ambulanten Pflegediensten beschrieben eine Zunahme der körperlichen Belastung, 58 Prozent der psychischen Belastung. Aus den Pflegeheimen berichteten dies 39 Prozent bzw. 65 Prozent der Befragten. Grund für die Mehrbelastung in der stationären Pflege seien zusätzliche Aufgaben, angefallen durch die Pandemie. Damit dürfte es vielfach erheblich schwieriger geworden sein, gute Pflege zu erbringen. „Die Arbeitssituation in der Langzeitpflege war schon vor der Pandemie in vielen Organisationen äußerst angespannt,“ so Dr. Ralf Suhr, Vorstandsvorsitzender des ZQP. „Es ist sehr bemerkenswert, was vor diesem Hintergrund in vielen Einrichtungen und Diensten geleistet wird.“

 

Hoffnung macht die angelaufene Impfkampagne und man hofft, dass sich die Lage durch die vorrangige Immunisierung von älteren Menschen – insbesondere in Pflegeheimen – in den nächsten Monaten etwas entspannt. Gleichzeitig ist es laut Fachleuten sehr wichtig, dass auch das Gesundheitspersonal von der Möglichkeit einer raschen Impfung Gebrauch macht. Mehr zur Analyse ’Die SARS-CoV-2-Pandemie in der professionellen Pflege‘ finden Sie auf www.zqp.de

 

 

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