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Titelfoto: Mathias Neubauer

Pflegeberufe

- endlich den Wert erkennen

 

In der Corona-Krise wurde besonders deutlich, welche Höchstleistungen professionelle Pflegeeinrichtungen tagtäglich zu bringen haben. Professionelle Pflege ist systemrelevant und das war sie schon immer. Nur leider spüren das die Pflegenden nicht immer und eine entsprechende Anerkennung sollte sich nicht in einmaligen Prämien erschöpfen.

 

 

Erst zum Internationalen Tag der Pflegenden am 12. Mai standen Forderungen nach mehr Personal und mehr Verantwortung für die Pflege wieder im Licht der Öffentlichkeit. Über die Hälfte des Gesundheitspersonals in Europa sind in einem Pflegeberuf tätig. Ähnlich stellt sich dieses Verhältnis in Deutschland dar. Aber nicht nur zahlenmäßig nimmt die berufliche Pflege einen wichtigen Stellenwert ein. Sie wird mit zunehmender Lebenserwartung zu einer wichtigen Stütze in der Gesellschaft.

 

Christian Sperlich vom Pflegestützpunkt in Cham: „Professionelle Pflegekräfte setzen sich fast täglich mit ihrer qualifizierten Arbeit dafür ein, Leben, Gesundheit und nicht zuletzt die Lebensqualität der Menschen zu erhalten, egal ob in Krankenhäusern, stationären Pflegeeinrichtungen oder bei uns, bei ambulanten Pflegediensten. Gerade die erschwerten Arbeitsbedingungen in der Pandemie haben deutlich zu Tage gebracht, wie stark unsere Mitarbeiter im Alltag gefordert sind.“

 

Und tatsächlich: Für ihren Beruf ist das pflegende Fachpersonal unter den erschwerten Umständen der Pandemie oftmals an die psychischen und körperlichen Grenzen des Belastbaren gelangt. Dafür hätten sie schön lange eine entsprechende gesellschaftliche Wertschätzung verdient. Gerade wenn man selbst in irgendeiner Form mit dem Thema in Berührung kommt, denkt man nicht selten: Bewundernswert, was diese Menschen leisten, und merkt, dass diese Arbeit wirklich jeden Cent wert ist.

„Oftmals ist es ja so, dass Pflege bei gesunden Menschen kein Thema ist,“ so Christian Sperlich. „Erst wenn man selber mal in eine Situation kommt, in der man plötzlich auf professionelle Pflege-Unterstützung angewiesen ist, erkennt man den Wert dieser Berufe.“

 

In der Corona-Krise waren und sind kurzfristige Maßnahmen nötig, um die Berufsgruppe der Pflegenden zu entlasten. Dabei darf es jedoch nicht bleiben. Notwendig sind dauerhafte und grundlegende Verbesserungen für die pflegenden Berufe, damit eine professionelle Versorgung von pflegebedürftigen Menschen auch in Zukunft gesichert ist.

 

 

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