Gesund

in der Region

GESUNDHEIT - WELLNESS - LIFESTYLE

FotoAlexandraKa- shutterstock.com

Titelfoto: Mathias Neubauer

Coronavirus: Was mache ich mit meinem Tier,

wenn ich in Quarantäne bleiben muss?

 

Notfallplan für Tiere

 

Zweifellos ist der Gedanke an eine Quarantäne unangenehm – ganz gleich, ob eine Infektion mit dem Coronavirus erkannt oder diese vorsorglich angeordnet wurde. Wer ein Haustier hat, muss sich aber unbedingt damit beschäftigen – dem Tier zuliebe. Die Welttierschutzgesellschaft (WTG) empfiehlt, die Coronakrise zum Anlass zu nehmen, einen Notfallplan für die Versorgung von Hund, Katze, Pferd und Co. zu erstellen.

 

Wer kann mein Tier im Notfall pflegen?

 

Gut vorbereitet ist, wer im Vorfeld vorsichtshalber zwei bis drei mit dem Tier gut bekannte Personen anspricht, die sich im Fall einer Quarantäne kümmern können. „Bei Tieren wie Hunden oder auch Pferden, deren Betreuung einen Gang vor die Tür erfordert, sollte eine vertraute Pflege gewährleistet sein“, sagt Martina Löffelmann, Tierärztin in Cham. Dafür könnten Freunde, Familienmitglieder oder Nachbarn infrage kommen, die aber jeweils nicht in persönlichem Kontakt zueinander stehen sollten. Alternativ bieten neben professionellen Tiersittern auch viele tierliebe Menschen in sozialen Medien ihre Hilfe an. Wer auch immer im Notfall unterstützt: Das eigene Tier sollte diesen Menschen frühzeitig vorgestellt werden.

 

Bei Kaninchen, Vögeln oder anderen Kleintieren hängt es vom Einzelfall ab, ob eine Betreuung notwendig ist. „Bei einer vorbeugenden Quarantäne oder mildem Krankheitsverlauf können sie in der Wohnung bleiben – in vertrauter Umgebung und als Stütze für die Betroffenen“, sagt Dr. Löffelmann.

Tierärztin Dr. Martina Löffelmann

mit einem ihrer Schützlinge

 

Gut geplant übersteht man die Zeit entspannt

 

Tierhalter sollten im Vorfeld für ihr Tier ausreichend Futter, Utensilien wie Einstreu und wichtige Medikamente zuhause haben, um eine zweiwöchige Quarantäne zu überbrücken. Liegen bei einem Tier Grunderkrankungen vor, ist es zudem ratsam, regelmäßigen Kontakt zur Tierarztpraxis zu halten.

Allgemein rät die Welttierschutzgesellschaft allen Tierhaltern zu Vorsicht angesichts der zahlreichen Falschmeldungen und Halbwahrheiten, die zum Umgang mit Tieren während der Pandemie kursieren. Trotz aller Schwierigkeiten kann die Coronakrise laut Tierärztin Martina Löffelmann aber auch eine Chance bieten: „Wer jetzt mehr Zeit für sein Tier zur Verfügung hat, kann es ganz neu und noch besser kennenlernen.“

 

 

Informationen zum Thema, z. B. Einschätzungen zum Infektionsrisiko von Haustieren, finden Sie unter

www.welttierschutz.org/haustiere-coronavirus

 

Anzeige:

DAS KÖNNTE SIE AUCH INTERESSIEREN:

© Ostbayern Verlag     Impressum     Datenschutz