Gesund

in der Region

Schmetterlinge sind schön anzuschauen und sehr nützlich, denn sie bestäuben die Blüten im Garten und sorgen so für gutes Wachstum und Gedeihen in der Pflanzenwelt. Grundsätzlich kann jeder, der einen eigenen Garten oder eine größere Terrasse hat, kleine Schmetterlings-Paradiese schaffen. Wenn man ein paar fachliche Tipps beachtet, werden sogar kahle Hinterhöfe zu kleinen romantischen Flecken, die dann auch Schmetterlinge gerne besuchen. „Wichtig ist, dass man windgeschützte Plätze aussucht, die mindestens 6 Stunden am Tag von der Sonne bestrahlt werden. Dieses Licht benötigen die ‚Schmetterlingsmagneten‘. Hier legen die Tiere auch ihre Eier besonders gerne ab. Wenn man gleich an die daraus entstehenden Raupen denkt, tut man auch etwas für den Nachwuchs!  Raupen haben ihre ganz eigenen Fressgewohnheiten. Ein bisschen Petersilie, Dill oder weißen Klee zwischen die Hauptbepflanzung. Das  sorgt für gute Nahrungsquellen,“ erklärt Karin Staudigl in ihrer Gärtnerei in Pollenried bei Nittendorf. Sie  haben wir besucht, um ein paar Tricks zu erfahren, damit das mit dem geplanten Schmetterlingsgarten auch wirklich klappt.

 

Man muss nicht unbedingt große Flächen zur Verfügung haben. Es genügen auch Pflanzentröge und Töpfe, wenn diese gezielt  bepflanzt werden!“ meint die Fachfrau. Und ganz am Rande erfahren wir wieder etwas für uns Neues: “Pflanzen sie farblich sortiert an, also gestalten sie nicht unbedingt ein buntes Durcheinander sondern schaffen größere Punkte mit gleichen Farben, weil die von den Insekten besser ausfindig gemacht werden können.“

 

Die nächste Frage bietet sich hier natürlich an:

 

Welche Pflanzen und Blumen sind richtige Schmetterlings-Magneten?

 

Der Sommerflieder steht ganz oben auf der Liste der Lieblingspflanzen bei  Schmetterlingen. Deshalb nennt man ihn umgangssprachlich auch Schmetterlingsstrauch. Die Farbe Lila mögen die Tierchen besonders gern. So sind auch lilafarbene Astern ein hervorragendes Lockmittel. Es gibt aber viele weitere Pflanzen, die in unserem Klima gut gedeihen. Nur,  wenn man sich schon die Arbeit macht, sollte man möglichst mehrjähriges Pflanzmaterial nehmen.  So spart man in der nächsten Saison auch Arbeit. Karin Staudigl: „Ideal sind bunt blühende Blumen, die einen Großteil des Jahres Nektar produzieren. Steinkraut, Schmetterlingsflieder oder Kornblumen sind gut geeignet. Schmetterlinge mögen übrigens Blumen mit weit geöffneten Blüten und einem leichten schnellen Zugang zum Nektar besonders gern. Solche „Fast Food Blüten“  haben zum Beispiel Schafgarbe und die Flammenblume. Planen Sie beim Anlegen so, dass immer mindestens eine Art blüht und so die Schmetterlinge mit Nektar versorgen kann. Schmetterlinge sind übrigens auch Obstfans! Statt Obstreste wegzuwerfen, legen Sie diese einfach auf einen Teller und stellen ihn zwischen die Blumen mitten in den Garten. Das danken Ihnen Schmetterlinge wie auch andere Insekten.“

 

Mit einem Schmetterlingsgarten lassen sich Kinder besonders gut für die Natur und die Gartenarbeit  begeistern und erkennen so auch den Wert von Pflanzen und Blumen für unser Ökosystem.

Übersehen Sie die Larven nicht! Vielleicht haben Sie Glück und können die faszinierende Verwandlung von der Raupe zum Schmetterling beobachten.

Wenn Sie Ihren Garten oder die Terrasse auch schmetterlingsfreundlich gestalten wollen, lassen sie sich von Karin Staudigl in ihrer Gärtnerei in Pollenried unverbindlich beraten und  nehmen  Sie sich dort  etwas Zeit. Dann entdecken sie Skulpturen und Gartendeko, die Ihren Schmetterlingsgarten zu einem kleinen privaten Park werden lassen.

 

Gartencenter   Staudigl  • Deuerlinger Straße 44  •  93152 Nittendorf - Pollenried

Tel. 0 94 04/ 96 14 15 •  garten-staudigl@gmx.de • www.garten-staudigl.de

 

Unsere 5 Favoritenpflanzen für einen Schmetterlingsgarten:

 

Ysop ist trockenheitsbeständig und eine schöne Schnittblume, die wochenlang im Spätsommer blüht.

 

 

 

 

 

 

 

 

Roter Sonnenhut, für viele Schmetterlinge eine Lieblingspflanze, die gegen Hitze und Trockenheit beständig ist und fast den ganzen Sommer blüht.

 

 

 

 

 

 

 

 

Salvia, Blaukönigin oder Mainacht, hat viele Gesichter, groß oder kürzer, blaue,  orange, violett, rot oder rosa.

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Phlox, die Flammenblume, Schmetterlinge sind Feuer und Flamme für sie!

 

 

 

 

 

 

 

 

Wandelröschen (Lantana) Die vielseitige Pflanze blüht den ganzen Sommer in leuchtenden  Farben und ist gut geeignet auch in Trögen und Töpfen.

 

 

Auch im Frühling möglich:

 

Die Uhrzeit von Blumen ablesen

 

Jede Pflanze hat ihren eigenen Biorhythmus und öffnet und schließt ihre Blüten zu einer bestimmten Uhrzeit. Der Mohn macht schon früh am Morgen auf und auch die Sumpfdotterblume öffnet sich bereits um 8 Uhr. Margeriten entfalten sich erst gegen neun Uhr und der Löwenzahn ist Langschläfer. Er zeigt sich erst gegen 11 Uhr. Die Mittagsblume übertrumpft ihn und öffnet ihre Blüte getreu ihrem Namen erst gegen 12 Uhr, und dies auch nur wenn sie hierfür in der Sonne steht. Und die Ringelblume hat schon um 14 Uhr Feierabend, da schließt sie sich bereits wieder. Eher zu den Spätschichtlern gehört die Nachtkerze, die sich fast unbemerkt erst abends gegen 20 Uhr öffnet, dann aber ihren ganzen Duft entfaltet.

 

Der schwedische Botaniker Carl von Linné machte sich die Tatsache, dass die Blumen ihre Blüten zu unterschiedlichen Zeiten öffnen, bereits 1745 bei seiner Erfindung der Blumenuhr zunutze. Wer Blumen genau beobachtet, weiß also auch ohne Uhr ungefähr wie spät es ist. Kleiner Haken: So ganz genau halten sich die Pflanzen allerdings nicht ans Ziffernblatt. Manche Blumen sind sogar ausgesprochen unpünktlich. Gleichwohl darf man davon ausgehen, dass diese Unpünktlichkeit für denjenigen, der Zeit hat, Blumen zu beobachten, kein großes Problem sein dürfte.

 

 

Titelfoto: Random House Susanne Krauss

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