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Titelfoto: R. Dorn

 

GESUNDHEIT - WELLNESS - LIFESTYLE

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Jedes Jahr erleiden in Deutschland mindestens 50.000 Menschen einen Herz-Kreislaufstillstand.

In nur 37% der Fälle haben in der jüngeren Vergangenheit Ersthelfer sofort mit der Wiederbelebung begonnen.

Mit einer Idee wollen die Malteser Cham mehr Menschen fit machen für die Erste Hilfe und ihnen die Angst nehmen, im Ernstfall etwas falsch zu machen.

Schätzungsweise

10 000 Menschen hätten gerettet werden könnten.

„Bronze, Silber oder Gold

        – Leben gewinnt!“

Eine schnelle Erste Hilfe, eine schnell beginnende Wiederbelebung, bei der normalerweise Angehörige und Passanten an erster Stelle stehen, könnte die Zeit zwischen Eintritt des Herz-Kreislaufstillstandes und dem Eintreffen des Rettungsdienstes effektiv überbrücken und so Menschenleben retten. Aber eine repräsentative Umfrage zeigt, dass fast jeder zweite nicht weiß, was zum Beispiel zu tun ist, wenn ein Mensch einen Herzinfarkt erleidet. Elementar wichtig ist es, als allererstes den Rettungsdienst über den Notruf 112 zu alarmieren, egal zu welcher Zeit. Allzu oft kommt für Infarktpatienten die Hilfe zu spät, weil sie selbst oder Angehörige zögern, nachts und am Wochenende den Rettungsdienst zu rufen.

 

Aber wie sieht die richtige Erste Hilfe bei Herzinfarkt aus. Wüssten Sie, was zu tun ist?

 

Um Leben zu retten und schwere Folgeschäden möglichst zu vermeiden, kommt es auf jede Minute an. Viele von uns würden wohl das Falsche tun, nämlich den Betroffenen hinlegen und die Beine hoch lagern, was den lebensbedrohlichen Zustand noch verschlimmern würde. Denn richtig ist in diesem Fall, den Oberkörper aufzurichten. Anhand dieses Beispiels sieht man, wie unsicher man doch im Fall der Fälle wäre. Dennoch ist eins ganz klar zu sagen:

 

Der größte Fehler ist, nichts zu tun.

 

Es ist nicht schwer, das Bewusstsein und die Atmung des Betroffenen zu prüfen. Bei Kreislaufstillstand muss man sofort mit der Herzdruckmassage beginnen. Auch das ist, einmal gelernt durchaus ohne große Probleme durchzuführen. Letztlich sind es im Durchschnitt zehn bis zwölf Minuten, die überbrückt werden müssen, bis professionelle Retter eintreffen und übernehmen. Und hat man sein Wissen erst einmal aufgefrischt, geht man auch viel selbstbewusster mit einer solchen Ausnahmesituation um.

 

Die Hilfsbereitschaft ist in Deutschland im Vergleich z.B. zu skandinavischen Ländern, wo 70% der Bevölkerung bei einem Herz-Kreislaufstillstand mit der Wiederbelebung beginnen, viel zu gering. Was sind die Hemmschwellen? 44% der Befragten hatten Angst, etwas falsch zu machen. 26% befürchten für eventuelle Behandlungsfehler persönlich haften zu müssen. 21% befürchten, dass die verletzte Person eine ansteckende, übertragbare Krankheit haben könnte. Aber letztlich würden nur 7%  zögern, einer unbekannten Person Hilfe zu leisten.

 

„Von Herzensrettern und Lebensrettern“

 

Man sieht: Die Bereitschaft zu helfen ist da. Und die bestehenden Hemmschwellen wollen die Malteser nun mit zusätzlichen Angeboten zu den klassischen Erste Hilfe Kursen abbauen. Das richtige Wissen soll hier in der richtigen Dosis vermittelt werden, damit Menschen im Notfall richtig handeln. Und weil Praxissicherheit Trumpf ist, liegt der Schwerpunkt auf üben, üben, üben.

 

Unter dem Motto „Bronze, Silber oder Gold – Leben gewinnt!“ wollen die Malteser Kurse mit verschiedenen Qualifizierungsstufen anbieten:

 

Herzensretter BRONZE: Helfen - Wiederbelebung nur mit Drücken, gemäß dem Slogan: Prüfen-Rufen-Drücken

 

Herzensretter SILBER: Wiederbelebung mit Drücken und Beatmen

 

Herzensretter GOLD: Wiederbelebung mit Drücken, Beatmen und zusätzlich mit AED  (Automatisierter externer Defibrillator)

 

Diese drei Angebote richten sich an alle, die im ersten Schritt nur die Wiederbelebung bei Erwachsenen - als Teil der Ersten Hilfe - kennenlernen wollen. Dabei kann man entweder nur eines der Angebote nutzen, die drei Angebote nacheinander besuchen oder sich sofort für das zweite oder auch für das dritte entscheiden.

 

Die Herzensretter - eine gute und wichtige Idee, die in nächster Zeit von den Maltesern in unserer Region umgesetzt werden wird. Die Kurse hierzu werden aktuell erst geplant. Sie findet man neben anderen „klassischen“ Erste Hilfe Kursen dann auf der Homepage.

 

www.malteser-cham.de 

 

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