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Titelfoto: R. Dorn

 

GESUNDHEIT - WELLNESS - LIFESTYLE

Trotz Siegel

und besserer Kennzeichnung

 – Auswahl gering

 

 

Fleisch aus besserer Tierhaltung

 

Obwohl Tierwohl in aller Munde ist - Supermärkte und Discounter bieten in diesem Segment nur ein geringes Angebot. Eine bessere Haltungskennzeichnung des Handels ist in Sachen Tierwohl sicher ein guter Ansatz, jedoch offenbar kein Garant für mehr Angebot bei Fleisch aus besserer Tierhaltung.

Weniger als 10 % des Fleischangebots in Supermärkten und Discountern stammt von Tieren aus deutlich besseren Haltungsbedingungen.

Seit April letzten Jahres kennzeichnen acht Handelsunternehmen Fleischprodukte einheitlich mit dem Siegel „Haltungsform“, ein vierstufiges, freiwilliges Label für verschiedene Haltungsbedingungen. In einem nicht repräsentativen Marktcheck haben die Verbraucherzentralen geprüft, wie es um das Fleischangebot in den einzelnen Haltungsstufen bestellt ist. Das Ergebnis war ernüchternd. Fleisch aus deutlich besserer Tierhaltung ist immer noch viel zu selten zu finden.

„Weniger als 10 % des Fleischangebotes waren mit Stufe 3 und 4 gekennzeichnet. Diese stehen für deutlich bessere Haltungsbedingungen“, so Jutta Saumweber, Referatsleiterin Lebensmittel und Ernährung bei der Verbraucherzentrale Bayern. „Das ist viel zu wenig und schränkt die Auswahl beim Einkauf ein.“

Bei Haltungsstufe 4 handelte es sich fast ausschließlich um Bio-Fleisch. Etwa ein Drittel der Produkte (33,8 %) stammte aus der Haltungsform 2, in der Regel Geflügelfleisch. Mehr als die Hälfte des Fleischangebots (56,3 %), überwiegend Schwein und Rind, waren dagegen mit der Haltungsform Stufe 1 gekennzeichnet. Das entspricht lediglich dem gesetzlichen Mindeststandard.

Um die Wahlfreiheit zu verbessern, sollte Schweine-, Rind- und Geflügelfleisch auch in den Haltungsformen 3 und 4 gut verfügbar sein. Davon sind die Handelsketten derzeit weit entfernt.

Ausnahmen bestätigen die Regel wie hier bei REWE

Wir Verbraucher können langfristig sicher auch dafür sorgen, dass sich in Sachen Tierwohl wirklich etwas ändert, indem wir beim Einkauf konsequent auf Ware aus besserer Tierhaltung achten.  Weitere Informationen unter www.verbraucherzentrale-bayern.de/haltungsform.

 

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