Gesund

in der Region

Titelfoto: R. Dorn

 

GESUNDHEIT - WELLNESS - LIFESTYLE

Die gesündesten Pflanzen

der Erde…

     …können bei Ihnen im eigenen Garten gedeihen. Jetzt ist die Zeit, da echte Gartenfans nicht mehr zu halten sind. Milde Temperaturen und Sonne locken und unumstritten: Garteln ist gesund. Aber die Bepflanzung kann es auch sein. Mit nur ein paar wenigen Beispielen aus seinem riesigen Sortiment hat uns Jan Kalivoda so richtig staunen lassen.

Eine Führung mit Jan Kalivoda durch ein Meer von fast 3000 Heil-, Duft- und Zauberpflanzen, Kräutern und Gehölzen aus aller Welt in seiner Raritäten-Gärtnerei in Arnbruck ist für jeden Gartler ein echtes Abenteuer. Uns hat er erklärt, wie aus einem Garten eine kleine Apotheke wird.

Teucrium marum - Katzengamander

 

 

Nicht nur Bienen, auch Katzen lieben die Teucrium marum.

Deswegen wird sie wohl auch Katzengamander genannt. Sie wächst als kleiner Strauch und kommt in der Natur in Spanien und im westlichen Mittelmeerraum vor und zeigt im Sommer ihre dunkelrosafarbigen, honighaltigen Blüten. Beim Berühren der graugrünen, winzigen Blätter und des Laubs entströmt ein bitterer, harziger Kampfer-Eukalyptusduft. Die Pflanze duftet auch getrocknet noch sehr stark. In der Homöopathie findet das Kraut Anwendung z.B. bei chronischen Atemwegskatarrhen, Stockschnupfen und wird als Nerven- und Krampfmittel angewandt.

 

 

Murdannia loriformis

 

Eine echte Wunderpflanze?

Murdannia (Murdannia loriformis)  wird viel Gutes nachgesagt. Seit Jahrtausenden in der traditionellen thailändischen Heilkunst bekannt, wird sie da auch gegen Krebserkrankungen eingesetzt. Präparate dieser Pflanze sind hierzulande sehr teuer. Deshalb ist eine eigene Zucht äußerst lohnend und zudem sehr einfach. Den Grundstock dafür bekommt man in der Raritätengärtnerei in Arnbruck. Diese mehrjährige, wärmeliebende Pflanze fühlt sich an einem halbschattigen Platz ohne Staunässe wohl. Frische Triebspitzen werden direkt verzehrt oder zu einem Saft verarbeitet. Rund 100 g der knackigen Sprossen werden hierfür im Mörser fein zerrieben, mit 50 ml Wasser übergossen und nach einige Minuten Wartezeit abgegossen. Zwei Teelöffel dieses Presssaftes täglich stimulieren das Immunsystem, sollen bei chronischer Bronchitis helfen, die Leber entgiften und es wird sogar behauptet, dass damit das Wachstum von Tumoren gehemmt wird oder Tumorzellen getötet werden. Beweise z. B. durch Studien gibt es nicht.

 

 

Gynostemma  pentaphyllum - Unsterblichkeitskraut  – Jiaogulan –

 

Diese chinesische mehrjährige aber nicht ganz winterharte Pflanze wächst auf allen Standorten mit durchlässigem Boden und sollte jedes Jahr neu getopft werden. Die Blätter und Wurzeln werden frisch für Absude, Extrakte und Tee verwendet, sollen kreislauf- und blutdruckregulierend wirken, die Leberfunktion anregen, Immun- und Nervensystem stärken und den Blutzucker und Cholesterinspiegel senken. Außerdem soll das Unsterblichkeitskraut bei Erschöpfung, Magengeschwüren, Bronchitis sowie Diabetes helfen.

 

 

Ocimum basilicum

 

Das Bienenkraut, Basilienkraut oder Königskraut macht sich besonders schön, wenn es blüht.

 

Und das tut es mehrjährig auf nährstoffreichem Kompost an einem sonnigen bis halbschattigen Platz im Garten, ist aber nicht winterhart. Die enthaltenen ätherischen Öle sollen appetitanregend, verdauungsfördernd, hustenstillend, nervenberuhigend und sogar potenzstärkend sein, was eine weitere Eigenschaft automatisch mit sich bringt: das Königskraut soll auch schweißtreibend wirken. Längst ist Basilicum auch aus unserer Küche nicht mehr wegzudenken. In Jan Kalivodas Raritätengärtnerei gibt es viele verschiedene Sorten, darunter auch die mehrjährige „African Blue“. Sie ist sehr robust und verträgt Temperaturen bis 2 Grad. Ein richtig winterhartes Basilicum gibt es auf der ganzen Welt nicht.

 

 

Bulbine frutescens

 

Der Katzenschwanz – Bulbine frutescens kommt aus Südafrika und wird dort wie ein Kaktus gehalten, sonnig und warm, liebt lockere durchlässige Erde, ist mehrjährig aber nicht winterhart. In einem Topf auf dem Fensterbrett oder an einem hellen Platz im Zimmer gedeiht die Pflanze aber auch über Winter sehr gut und kann sich zu beachtlicher Größe entwickeln. Nicht nur in ihrer Heimat ist das Kraut eine regelrechte „Erste Hilfe Pflanze“ bei kleinen Verletzungen wie Verbrennungen, Insektenstichen, Ekzemen und Hautausschlägen. Der aus den frischen Blättern gepresste Saft enthält antibakterielle Eigenschaften. Das durchsichtige Gel wird bei Akne, Herpes sowie spröder Haut angewandt und wird in Südafrika sogar bei Malaria eingesetzt.

 

Maca

 

Die Kraft der Inkas im eigenen Garten

 

Maca (Lepidium meyenii) ist längst auch in unserer Naturmedizin zuhause. Die Kraftnahrung der Inkas wird als Adaptogen, Aphrodisiakum und als Superfood eingestuft. Dabei handelt es sich lediglich um eine kleine Pflanze der peruanischen Kresse, die auf den peruanischen Anden wächst. Hier wird die Pflanze seit Jahrtausenden auf natürliche Weise gezüchtet, weil sich die Maca-Wurzel sehr positiv auf die menschliche Gesundheit auswirken kann. Sie enthält viele Kohlenhydrate, Proteine, Ballaststoffe, Mineralien, Vitamine, Aminosäuren, Spurenelemente, Fettsäuren, Saponine, Tannine, Alkaloide, Sterine und andere Substanzen. Blätter und Wurzeln werden als Gemüse verwendet, Knollen durch Trocknen haltbar gemacht und zu Pulver verarbeitet.

 

 

Die Raritäten Gärtnerei von Jan Kalivoda finden Sie mitten im Bayerischen Wald in Arnbruck. Sie ist seit Jahrzehnten weit über die Grenzen Bayerns für die Zucht und Vermehrung seltener, längst vergessener Kräuter und Pflanzen aus aller Welt bekannt. Auch viele verschiedene Sorten von Tomaten, Paprika und Chili sowie seltene Gemüsearten, Beerensträucher, Obstbäume und Stauden aus eigener Produktion gehören zum Sortiment. Heil- und Küchenkräuter nehmen einen besonders hohen Stellenwert ein. Viele Pflanzen kann man sich auch nach Hause schicken lassen.

 

 

Dieser Artikel kann keinesfalls fachlichen Rat – zum Beispiel durch einen Arzt – ersetzen.

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