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Wenn die Sehnen schmerzen

Mit zunehmendem Alter schleichen sie sich ein in unsere Körper, nicht selten beginnt alles mit mikroskopisch kleinen Verletzungen. Im Lauf der Zeit treten immer größere Schmerzen auf.  Der Arzt nennt das Ganze Enthesiopathien und meint Sehnenansatz-Probleme.

Die moderne Medizin hat gute Möglichkeiten bei den verschiedensten Krankheitsbildern zum schmerzhaften Sehnenansatz. Wir wollten es genau wissen und haben nachgefragt in der Sprechstunde der Orthodocs, beim Praxis-Gründer Wolfgang Busch.

 

Was sind die Ursachen für diese Probleme?

 

Wolfgang Busch von den Orthodocs: Meist eine Überbelastung insbesondere in Kombination mit begleitenden wiederholten Mikroverletzungen, die man anfangs natürlich nicht spürt. Besonders anfällig hierfür sind die Sehnenansätze der Unterarmstreck- und –beugemuskeln, der Kniesehnen, der Achillessehne, die Sehnen der Schulter und nicht zuletzt der Hüfte.

 

Das Alter spielt ja auch eine Rolle!

 

WB.: Die Sehnenansätze unterliegen einem altersabhängigen Strukturwandel. Dieser beginnt bereits im mittleren Lebensalter, wo die Anzahl der typischen Sehnenzellen abnimmt, dadurch auch die Sehnengrundsubstanz zurückgeht und eben auch die natürliche Dehnbarkeit, die Elastizität abnimmt. Die Sehne kann leichter überdehnt werden, in Folge können mikroskopisch kleine Verletzungen und  minimale Sehneneinrisse auftreten.

 

Können diese Verletzungen, die ja anfangs sehr klein sind, nicht von selbst wieder heilen?

 

WB: In diesem Stadium regeneriert sich die Sehne schlechter und wenn sie wie zum Beispiel bei Freizeit-Sportlern weiter überbelastet wird, bildet sich ein Narbengewebe mit Blut- und Nervengefäßen, das dann richtig Schmerz verursachen kann.

 

Welche Möglichkeiten hat die moderne Medizin, wie gehen Sie bei den Orthodocs hier vor, um den Patienten den Schmerz zu nehmen?

 

 WB: Am Anfang steht natürlich erst einmal eine genaue Diagnostik mit einer Ganzkörperuntersuchung. Wir schauen uns mit Hilfe von Ultraschall und Röntgen die Probleme genau an. Eventuell machen wir auch eine Magnetresonanztomographie (Kernspin). Dann therapieren wir nach einem sogenannten Stufenschema:

Im ersten Schritt wird der Patient ausführlich zu seinem Krankheitsbild beraten, was dazu führen soll, dass er im Alltag oder beim Sport bewusster mit den Belastungen haushaltet. Hier können auch schon physikalische und physiotherapeutische Maßnahmen hilfreich sein. Zusätzlich empfehlen wir hier auch die Anwendung von Kinesio-Tapes. Diese werden bei uns in der Praxis angelegt. Von Spritzen wollen wir in dieser Stufe zunächst absehen.

 

Bedeutet, gespritzt wird später?

 

WB: Diese Infiltrationsbehandlung gezielt am Sehnenansatz führen wir begleitend im zweiten Schritt durch. Allerdings verzichten wir hier im Normalfall auf die Anwendung von Cortison, da dies z.B. gerade am Ellbogen zu Fettgewebs-Nekrosen führen kann und der Erfolg meist nur von kurzer Dauer ist. Bei uns kommen hier Naturheilmittel oder sogar homöopathische Präparate zum Einsatz. In der Regel sind das dann 3 bis 6 Injektionen.

Und hier gibt es auch bei uns in den Orthodocs-Praxen eine neue Möglichkeit, die sehr vielversprechend ist: die Injektion mit PRP, einem Eigenplasma-Zentrifugat, in dem auch natürliche Wachstumshormone des Patienten stecken.

 

Es gibt noch andere alternative moderne Behandlungsmöglichkeiten?

 

WB: Ja, alternativ, von Fall zu Fall auch zusätzlich und bei eher chronisch entzündlichem Verlauf sehen wir eine sehr gute Möglichkeit in der Anwendung von Laser. Bei uns kommt hier ein Tiefen-Hochleistungs-Laser zur Anwendung. Und bei chronischen Ansatztendinosen an Schulter, Ellbogen und Fuß (Plantarfasciitis-Fersensporn) empfehlen wir unseren Patienten eine Stoßwellenbehandlung (3-5 Sitzungen). Auch die Akupunktur stellt sicher eine weitere ergänzende Therapiemöglichkeit dar. Und sollte dies alles wirklich gar nicht ansprechen, gibt es als letztes Mittel immer noch den kleinen Eingriff, mit dem wir versuchen, dem Patienten seine Schmerzen zu nehmen.  Sie merken es: Insgesamt steht Ihnen bei den Orthodocs ein sehr breites Spektrum an Therapiemöglichkeiten zu Verfügung.

 

 

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Titelfoto: Random House Susanne Krauss

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