Nachdem die Forscherin Ena Onishi für eine Studie an der Uni Kyoto 600 Stunden lang Schimpansen beim Pinkeln beobachtet hat, ist wohl klar: Schimpansen pinkeln gemeinsam und das nicht zufällig. Je näher sich ein Schimpanse am ersten Urinierer befand, desto eher pinkelte er auch. Schimpansen, die im sozialen Gefüge eher unten stehen, urinierten eher, wenn andere unmittelbar vor ihnen pinkelten.
Die Wissenschaftlerin nennt das Ganze „Sozial ansteckendes Urinieren bei Schimpansen“. Für ihre Arbeit analysierte Onishi gemeinsam mit drei Kollegen mehr als 600 Stunden Videomaterial mit mehr als 1300 Toilettengängen von 20 Schimpansen, so berichtet die Fachzeitschrift „Current Biology“. Aber warum pinkeln nun Schimpansen eher, wenn andere in ihrer Nähe pieseln? Die Wissenschaftler haben hierzu zumindest Hypothesen entwickelt. „Ansteckendes Urinieren könnte dazu beitragen, die Gruppenbeziehungen zu stärken und den sozialen Zusammenhalt insgesamt sowie die gemeinsame Bereitschaft für kollektive Verhaltensweisen zu fördern“, so Ena Onishi. „Womöglich ahmen rangniedrige Schimpansen ihre Chefs auch nach, um eher dazuzugehören.“
Anmerkung der Redaktion: Ob dieses Verhalten eventuell auch auf männliche Volksfestbesucher zu übertragen ist, ist bislang nicht geklärt …
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